Handball an der Fuhne --- Heute und Damals in den Siebziger Jahren

Am 1.10. 05 trafen sich ehemalige und noch aktive Wolfener Handballer im Dorfkrug in Reuden um ihren Teamkameraden Günter Röder zu seinem 60. Geburtstag die Ehre zu erweisen. Von glorreichen Zeiten in der damaligen Bezirksliga, der DDR-Liga und sogar der höchsten Spielklasse der Oberliga war da die Rede. Von tollen Sportlerbällen, erfolgreichen Turnierteilnahmen und Meisterfeiern wurde geschwärmt. Aber auch vom gescheiterten Versuch Ende der 70-er noch einmal in die DDR-Liga aufzusteigen war da die Rede. Es fehlte damals ein winziges „Törchen“.
In den folgenden Jahren wollte sich bei den Männern der erhoffte größere Erfolg nicht einstellen. 1989 noch mit über 30 Teams angetreten schmolz die Handballgemeinde 1990 auf eine einstellige Mannschaftszahl. Als dann die 1. Männer am grünen Tisch sogar aus der Oberliga verbannt wurde, musste ein tiefes Tal durchschritten werden.  

Die 1. Herrenmannschaft der BSG Traktor Bobbau 1970
Stehend v.l.n.r.: Reinhard Quilitsch, Bernd Joseph, Wolfgang Frei ( später beim SV Finken Raguhn und Schatzmeister des KFV ), Siggi Seidig ( viele Jahre Präsident und jetzt Ehrenpräsident der HSG Wolfen 2000), Bernd Werner, Rolf Düresch ( jahrelang Kassenwart der Handballer );
Knieend v.l.n.r.: Günter Röder ( das Geburtstagskind), Heinz Ossowski, Dieter Ullmann ( jetzt Ortsbürgermeister von Bobbau ) und Werner Stockmann

Die Nachwuchsarbeit wurde aber nie vernachlässigt. Dort konnten mehrere Medaillen, zwei Vizemeister und ein Meister bei den Landesmeisterschaften erkämpft werden. Im Jahr 2005 kamen ein Landesmeister und ein Vize noch hinzu.
Marion und Siggi Kostow und ihre Mädchen wurden Meister und Eckhardt Syring eroberte mit den Jungen Silber.
Neben „Eckki“ hatten aber auch viele der im Dorfkrug zu Reuden Anwesenden durch ihre Übungsleitertätigkeit großen Anteil daran.
Harry Renner übernahm dann die jungen Wilden und brachte sie über Verbandsliga und Oberliga endlich wieder in die Regionen, die sich die große Handballgemeinde der Region wünschten.
In den Jahren 2008 bis 2016 trainierten Andre Löbel und Matthias Berger mit ihren Jungs zielgerichtet auf die Landesmeisterschaft hin. Nach vier Vizemeistertiteln konnten sie sich gemeinsam über den Landesmeistertitel freuen.
Bevor der gemeinsame Weg bei der BSG Chemie Wolfen-Nord weiter über SV Wolfen-Nord und dann zur HSG Wolfen 2000 eingeschlagen wurde, spielten die Anwesenden noch bei der BSG Chemie Wolfen und bei der BSG Traktor Bobbau. Rolf Düresch kramte dabei das untenstehende Bild, allerdings in Farbe, hervor und übergab es den Beteiligten.

 vor 1976 BSG (Betriebssportgemeinschaft) Chemie Wolfen und BSG Traktor Bobbau
1976 Zusammenschluss zur BSG Chemie Wolfen-Nord
1990 Umbenennung in SV Wolfen-Nord e.V.
21.06.1999 Halleneröffnung Sporthalle Krondorf
26. Mai 2000 Gründungstag der HSG Wolfen 2000

besondere Highlights des Vereins
1991 Vizelandesmeister MJ D
1996 Vizelandesmeister MJ A
1997 Wiederaufsteig Oberliga
1997 HVSA-Cup Silber der 1. Männer
1998 Oberliga Bronze MJ B
1999 HVSA-Cup Bronze 1. Männer
2001 Landesmeister Sachsen-Anhalt 1. Männer - Aufstieg in die Regionalliga-Mitte
2002 Regionalliga Platz 13
2004 Landesmeister Sachsen-Anhalt 1. Männer - Aufstieg in die Regionalliga-Mitte
2005 Landesmeister der weiblichen D-Jugend und Silber für die männliche D-Jugend
2007 Vizemeister der Minirunde des Spielbezirkes Anhalt
2008 Meister der Minirunde des Spielbezirkes Anhalt
2010 Vizelandesmeister bei der Bestenermittlung der MJ E
2012 Vizelandesmeister MJ D, Platz 6 der Ostdeutschen Meisterschaft
2014 Vizelandesmeister MJ C, Platz 6 der Mitteldeutschen Meisterschaft
2016 Landesmeister MJ B
2017 Wiederaufstieg 1. Männer Verbandsliga